Der für Ende 2024 geplante Projektstart „St. Marien“ in Salzkotten wird bis auf weiteres pausieren.
St. Marien SalzkottenPastoralverbund Salzkotten
"Als wir 2021 erste Entwürfe für das Wohnquartier um St. Marien vorlegten, war dies als ideale Ergänzung für die Gemeinde und für unser Kerngeschäft gedacht. Die Kosten im Bau sowie die Zinsen sind aber bis zum heutigen Tage derart gestiegen, dass eine Umsetzung des Vorhabens aufgrund dieser Rahmenbedingungen zurzeit nicht realistisch und verantwortbar erscheinen", sagt Christian Bambeck, Vorstand des Caritasverbandes Büren.
Seine Organisation sei nach wie vor an einer Umsetzung des bereits im siebenstelligen Bereich projektierten Vorhabens interessiert. "Eine solche Entscheidung nehmen wir nicht auf die leichte Schulter. Aber wir tragen Verantwortung für unsere mehr als 580 Mitarbeitenden und auch für die rund 1.800 Menschen, die wir pflegerisch versorgen und betreuen", ergänzt Vorstandskollegin Antje Brüggemann.
Laut Bambeck sei eine Kostensteigerung in dieser Größenordnung nicht vorhersehbar gewesen. Die Planungen hätten während der Coronazeit begonnen. Als Teuerungsgründe nannte er die bekannten Treiber der Inflation der letzten zwei Jahre. Auch die für dieses Jahr erwarteten Preissenkungen im Baugewerbe und bei den Zinsen seien aktuell noch nicht eingetreten oder könnten absehbar realistisch erwartet werden. Zusätzlich seien staatliche Förderprogramme unsicher geworden und im Preis extrem gestiegen. Hinzu kämen neue Tarifabschlüsse in der Pflege und der sich verändernde Pflegemarkt, der die hauseigene Liquidität stärker binde als zuvor. "Wir verstehen die Enttäuschung der Gemeinde vollkommen. Wir möchten das Vorhaben nach wie vor sehr gerne umsetzen, müssen aber Vernunft walten lassen und auf einen wirtschaftlich besseren Zeitpunkt warten. Mit Blick auf unsere soziale Verantwortung muss hier unser Kopf und nicht unser Herz entscheiden."