Caritas Büren startet Pilotphase für Pflegedokumentation per Handy und KI
Büren (27.04.2026) - Die Caritas Büren testet die digitale Pflegedokumentation und setzt dabei erstmals auf Künstliche Intelligenz. Pflegefachkräfte aus mehreren Einrichtungen testen derzeit die Appvoize, die auf Diensthandys installiert ist und gesprochene Inhalte automatisch verschriftlicht. Ziel ist es, den Dokumentationsaufwand zu reduzieren und mehr Zeit für die Pflegebedürftigen zu schaffen.
"Die Pflegedokumentation ist unverzichtbar für die Qualität und die Sicherheit, nimmt im Alltag jedoch viel Zeit in Anspruch. Mit dieser Umstellung möchten wir unsere Kolleginnen und Kollegen entlasten, Abläufe besser in den Pflegeprozess integrieren und somit Zeit für Pflege, Gespräche und Zuwendung schaffen", erklärt Caritas‑Vorständin Antje Brüggemann. Die Pflegekräfte sprechen ihre dokumentationsrelevanten Inhalte über das Handy ein, und die Themen werden strukturiert in das bestehende Dokumentationssystem übertragen. So stehen Informationen zeitnah zur Verfügung - ohne zusätzliches Nacharbeiten am Ende der Schicht.
Eine logistische Herausforderung bleibt die Schulung der Mitarbeitenden. Aus sechs Sozialstationen, vier Tagespflegen und zwei Altenheimen werden zunächst sogenannte Coaches ausgebildet, die ihr Wissen als Multiplikatoren anschließend an die Teams in den Einrichtungen weitergeben. Die Resonanz sei bislang positiv, berichtet Brüggemann: "Die Testphase läuft seit März. Die Rückmeldungen zeigen, dass die App leicht zu bedienen ist, den Kolleginnen und Kollegen Zeit erspart und sogar Spaß macht."