Pflege, Beratung, Hilfe

Beratungsbesuche nach § 37.3 SGB XI (Qualitätssicherungsbesuche für Pflegegeldleistungsempfänger)

Die Beratungsbesuche sollen eine regelmäßige Hilfestellung und pflegefachliche Unterstützung der Pflegepersonen sein und der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege dienen. Dabei stehen Fragen zu Beschaffung von Pflegehilfsmitteln, Hebetechniken, Lagerungstechniken, Wohnraumanpassung und Fragen zu Höherstufungsanträgen im Vordergrund.

Die Pflegefachkraft, die der Beratungsbesuch durchführt, kann Ihnen mit praktischen Tipps und mit Rat helfen, Probleme erkennen und Lösungen anbieten.

Bei dem Beratungseinsatz steht die Beratung und nicht die Kontrolle im Vordergrund.

Wie oft wird der Beratungsbesuch durchgeführt:

Pflegebedürftige, die Pflegegeld beziehen, haben

  • beI Pflegestufe I und II einmal halbjährlich
  • bei Pflegestufe III einmal vierteljährlich

einen Beratungsbesuch in der eigenen Häuslichkeit durch einen zugelassenen Pflegedienst abzurufen.

Pflegebedürftige, die gem. § 45a Leistungen beziehen, können zwei Beratungsbesuche pro Jahr abrufen.

Wer trägt die Kosten?

Die Vergütung für die Beratung ist von der zuständigen Pflegekasse, bei privat  Pflegeversicherten von dem zuständigen privaten Versicherungsunternehmen zu tragen, im Fall der Beihilfeberechtigung anteilig von den Beihilfefestsetzungsstellen. Sie beträgt in den Pflegestufen 0, I und II 21 Euro und in der Pflegestufe III 31 Euro. Pflegebedürftige, bei denen ein erheblicher Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung nach § 45a festgestellt ist, sind berechtigt, den Beratungseinsatz zweimal im Jahr abzurufen.

Gerne führen unsere für ihren Wohnort zuständigen Pflegedienstleitungen die Beratungsbesuche nach § 37, 3 SGB XI (Qualitätssicherungsbesuche für Pflegegeldleistungsempfänger) in ihrem häuslichen Umfeld durch!